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Künstlerische Intervention am Michelberg mit Stefan Klampfer

Zum Abschluss der Initiative „Gehen Gegen Gewalt werden im Rahmen der künstlerischen Intervention von Stefan Klampfer Keramikobjekte vergraben, die bei einem KOERNOE-Artist Workshop mit Frauen von Frauen für Frauen in Hollabrunn entstanden sind.

Ausgangspunkt des Workshops war die Frage nach Unsichtbarkeit und Sichtbarmachung. Gewalt bleibt oft unsichtbar, wird verschwiegen oder tabuisiert. Die Teilnehmerinnen wurden eingeladen, kleine Objekte aus Ton zu formen, die ihren Gefühlen Ausdruck verleihen sollten – intuitiv, mit den Händen, ohne Werkzeuge und ohne Vorkenntnisse.

Am Michelberg werden die Keramiken in einem gemeinsamen Ritual vergraben – nicht, um etwas erneut zu verdrängen, sondern um dem Erlebten Form, Sprache und einen Ort zu geben.

Anknüpfungspunkt des Workshops war das Kunstprojekt Der Michelberg – Analyse und Interpretation von Stefan Klampfer. In seiner großflächigen Installation aus dem Jahr 2014 auf dem Michelberg nahe Stockerau setzt sich der Künstler mit archäologischen Ausgrabungen und mit Spuren von Geschichten auseinander, die im Verborgenen liegen. Dort wurden Gebäudefundamente einer Kirche aus verschiedenen Epochen zu ihrem Schutz wieder zugeschüttet. Durch Klampfers Kunstintervention wurden ihre Spuren an der Oberfläche dauerhaft sichtbar gemacht.

Die KOERNOE-Artist Workshop-Reihe lädt regelmäßig Gruppen aus verschiedenen Vereinen ein, sich unter der Anleitung von Künstlerinnen und Künstlern kreativ mit einem Kunstprojekt und den damit verbundenen Inhalten auseinanderzusetzen.

Diese Veranstaltung ist Teil der Aktion „Gehen gegen Gewalt“. Die angegebene Beginnzeit kann variieren, je nachdem wann die „Gehen gegen Gewalt“-Wandergruppe eintrifft.

13.09.202613.09.2026
13:00Uhr

Michelberg, 2003 Haaslach (Niederhollabrunn)